Ein richtiger Schritt nach vorn

Anett Kindler: Junge Menschen in Entscheidungen mit einbinden

Es war ein dickes Brett, das da gebohrt werden musste. Doch nun könnte die Stadt beim Thema Jugendbeteiligung einen großen Schritt vorankommen. In der kommenden Sitzung der Bürgerschaft wird der Ausschuss für Jugend und Freizeit einen Antrag einbringen, in dem die Verwaltung beauftragt wird, ein Konzept zur Einführung eines Kinder- und Jugendbeirats zu erarbeiten. Dieses soll die Grundlage dafür sein, dass die Bürgerschaft schließlich konkret über die Einführung eines Kinder- und Jugendbeirats entscheiden kann. Dazu erklärt Ausschussmitglied Anett Kindler, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/SPD/Piratenpartei:

„Den Wunsch, in unserer Stadt einen Kinder- und Jugendbeirat zu installieren, hat unsere Fraktion bereits seit vielen Jahren. Wir haben dieses Thema immer wieder aufs Tableau gehoben, und ich bin froh, dass nun im Ausschuss nicht nur Bewegung in die Sache gekommen ist, sondern es mit diesem Prüfantrag einen konkreten Vorschlag gibt.

So sollen in dem Konzept, das unserem Ausschuss innerhalb von drei Monaten vorgelegt werden soll, entscheidende Punkte berücksichtigt werden wie etwa die erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen oder auch die organisatorische Anbindung an die Verwaltung der Stadt.

Junge Menschen wollen und sollen in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse eingebunden werden, weil sie ein entscheidender Teil der Stadtgesellschaft sind, der vor allem die Folgen von Entscheidungen und Beschlüssen zu tragen hat. Ein Kinder- und Jugendbeirat bietet die Möglichkeit, die Perspektiven und Ideen junger Stralsunder*innen konsequent in die Arbeit von Verwaltung und Bürgerschaft zu integrieren. Unser großes Manko ist doch, dass wir viel zu oft über und nicht mit jungen Menschen sprechen, über das, was sie umtreibt und über das, was sie sich für sich und ihre Stadt wünschen.

Ich bin überzeugt davon, wenn wir jungen Menschen Verantwortung zutrauen und auch übertragen, sie in Entscheidungen mit einbeziehen, stärken wir die Demokratie und damit auch die Zukunft der jungen Menschen unserer Stadt.“