Verkehrslärm in der Wasserstraße reduzieren

Suhr: Abschleifen des Straßenpflasters würde sechsstellige Summe an Steuermitteln verschlingen
 
Nach wie vor stellt sich die Mehrheit der Stralsunder Bürgerschaft gegen lärmreduzierende Maßnahmen in der Wasserstraße. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/SPD/Piratenpartei thematisiert das über eine Anfrage erneut in der nächsten Bürgerschaftssitzung. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Suhr:
 
„Es ist für mich nach wie vor absolut unverständlich, warum in der Wasserstraße nichts gegen den gesundheitsgefährdenden Verkehrslärm unternommen wird! Juristisch gesehen ist dies aus meiner Sicht zumindest in Teilbereichen Körperverletzung. Dabei hat die Verwaltung doch hinreichende Vorschläge unterbreitet, dieses Problem zu lösen. Ich kann die Anwohner*innen, die das alles nicht mehr hinnehmen wollen, gut verstehen. 
 
Wir werden das ganze Thema daher zum wiederholten Male in der Bürgerschaft aufgreifen. Aus meiner Sicht ist die Reduzierung des Verkehrslärms durch ein Absenken der Höchstgeschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer das Mindeste, was in den betroffenen Abschnitten umgesetzt werden muss. Wir wollen dazu der Verwaltung Rückenstärkung geben, und wir wollen Transparenz dazu schaffen, dass ernsthaft derzeit ein Abschleifen des Straßenpflasters in einem Teilbereich der Wasserstraße erwogen wird. 
 
Dies würde bedeuten, dass Steuergelder in sechsstelliger Höhe aufgerufen werden müssten. Wir haben nach diesem Winter in den Straßen unserer Stadt so viele Schäden wie lange nicht mehr. Es ist sinnvoll, genau dafür auch die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Wenn Gelder vorhanden wären, um Straßenpflaster in der Altstadt abzuschleifen, dann sollte man dies doch dort tun, wo Rollstuhlfahrer*innen, Familien mit Kinderwagen oder ältere Menschen oft unterwegs sind.“