Straßensanierung nach einem harten Winter


Populismus ist manchmal einfacher als seriöse Sachpolitik
 
Die Bürger für Stralsund und die AfD in der Bürgerschaft vermitteln den Eindruck, die Stralsunder Stadtverwaltung tue viel zu wenig, um etwas am schlechten Zustand mancher Straßen im Stadtgebiet zu verändern. Ohne Frage, der Winter hat dem Stralsunder Straßennetz erheblich zugesetzt. Aber der durch diese beiden Fraktionen vermittelte Eindruck, die Stralsunder Stadtverwaltung tue nichts, ist schlicht und ergreifend falsch und bedarf der Richtigstellung. Richtig ist, dass
 
–       die Mitarbeiter*innen der Verwaltung schon längst im gesamten Stadtgebiet unterwegs sind, um die Schlaglöcher nachhaltig auszubessern. Dies geschieht mit neuer Technik, um damit zu gewährleisten, dass die Reparaturen länger halten, als dies bisher der Fall war. Alleine das Material für diese Ausbesserungsmaßnahmen kostet 125.000,– EUR.
 
Ganz nebenbei: die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung sind dabei derzeit täglich vor allem in der Zeit zwischen 3:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens unterwegs, um den Verkehr nicht unnötig zu behindern. Chapeau und Danke dafür!
 
–       Auf verschiedenen Straßenabschnitten, die besonders betroffen sind, wird eine neue Asphaltdecke aufgetragen, Die Sanierung umfasst insgesamt in unterschiedlichen Abschnitten eine Strecke von ca. 5 Kilometern, so z.B. in Teilen der Greifswalder Chaussee, der Rostocker Chaussee und des Voigdehäger Weges. Kosten: Mehr als 700.000,– EUR.
 
–       Der Heinrich-Heine-Ring wird zwischen Kreisel und Ehm-Welk-Weg grundständig saniert. Das geschieht im Zuge der Maßnahmen „Grüner Boulevard“ und wird mehrere Millionen EUR kosten.
 
Es mag ganz wirkungsvoll und wohlfeil sein, in den sozialen Medien über die Mitarbeitenden in der Stadtverwaltung und über die demokratischen Fraktionen in der Bürgerschaft herzuziehen und einen Antrag einzubringen, der keine finanzielle Größenordnung nennt und schon gar nicht die Antwort auf die Frage, wo das Geld denn herkommen soll. 
 
Manchmal scheint der Beifall zu solchen populistischen Aktionen wichtiger zu sein, als konkrete, sachorientierte und seriös finanzierte Politik. Das ist schade und bitter.